Google Glass aus der Sicht eines Technik Fetischisten

Google Glass aus der Sicht eines Technik Fetischisten

Hallo, ich bin Phillipp und ich bin süchtig. Ja süchtig, süchtig nach cooler und innovativer Technik. Es ist aber noch nicht so weit, dass ich dem Kreis der Anonymen Technikfreaks beitreten muss. Für mich ist Technik schon längst kein kleines Hobby mehr. Ich bin tagtäglich von mehreren Geräten umgeben, die alle irgendwie blinken und piepen oder andere nützliche Dinge machen. Wenn ich eine Mail bekomme, dann melden sich sofort bis zu 4 Geräte und wenn ich Nachts das Licht in meinem Zimmer aus mache, sieht man bis zu 15 verschiedene LED’s in rot, grün oder blau, die blinken, pulsieren oder einfach nur durchgehend an sind. Dieser Umstand würde die meisten sicherlich verrückt machen, weil man ständig mit Informationen berieselt wird. Mir macht das alles nichts aus, ich fühl mich dabei sogar recht wohl, denn ich habe gerne alle Informationen parat und bin auch 24/7 zu erreichen.

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Die Google Glass passt da genau in mein Beuteschema. Informationen zum richtigen Augenblick direkt im Sichtfeld und als Brillenträger müsste ich mich noch nicht einmal großartig umgewöhnen. Leider besitze ich selbst noch keine Google Glass, setze mich damit aber schon recht intensiv auseinander und hatte mal das Vergnügen die Glass von Benjamin Kramser ein paar Stunden lang auszuprobieren.

Wie die Überschrift vielleicht schon verrät, wird dies kein neutraler Bericht, sondern spiegelt meine Meinung und Ansicht gegenüber der Google Glass wieder. Und vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich absoluter Google Fan bin und nur zum Schutz vor doofen Blicken nicht täglich mit irgendeinem Google T-Shirt durch die Gegend renne. So, da nun geklärt ist, dass sich meine Argumente eh nur auf Emotionen oder religiösen Ansichten stützen werden und somit wahrscheinlich null Aussagekraft haben, können wir uns nun endlich der Glass widmen.

Ich sehe die Glass als große Innovation sowohl im privaten 20140815_181819_791_xGebrauch als auch im beruflichen Umfeld. Die Möglichkeiten mögen zwar jetzt noch nicht sehr weit reichen, aber das wird sich rasant ändern, sobald die Glass für einen leichter verkraftbaren Preis zu haben ist und somit jede neue Third-Party-Apps entwickelt werden. Stellt euch vor ihr kommt nach Hause, könnt per Glass das Licht anschalten, bekommt dann alle verpassten Anrufe direkt ins Sichtfeld, oder wenn ihr euch in der Nähe des Telefons befindet und Abends beim Fernsehen wird das TV Interface direkt in eurem Sichtfeld, anstatt auf dem TV selbst angezeigt. Das sind jetzt nur ein paar Sachen, die ich mir gerade aus dem Finger gesaugt habe. Die Möglichkeiten sind nahezu endlos, sie müssen nur programmiert werden und das geht nunmal nicht von heute auf morgen.

Dass die Google Glass nun nicht direkt von allen verehrt wird, war voraus zu sehen. Die Entwicklung und das Ausmaß der Ablehnung gegenüber Google Glass hat mich dann aber schon etwas schockiert. Wenn man es wirklich jedem recht machen will, dürfte die Glass nicht von Google sein, keine Kamera und kein Mikrofon haben und Internet sollte auch tabu sein. Was dann am Ende übrig bleibt? Das Prisma und der Akku, also theoretisch Elektroschrott ohne Funktionen.

Jetzt mal ernst, was soll das Geheule wegen der Kamera? Durch die Kamera werden Apps wie Glass-Preview erst möglich und wenn ich heimlich andere Personen filmen oder fotografieren will, dann geht das wesentlich einfacher und unauffälliger als „OK GLASS TAKE A PICTURE“ zu schreien, komisch zu blinzeln oder wild auf dem Touchpad der Glass rumzuwischen. Und Kamera + Mikrofon haben auch keine Standleitung direkt zu Google oder der NSA, denn sonst wären Akku und Datenvolumen nach 20 Minuten aufgebraucht. Das ist alles nur unbegründete Paranoia die von irgendwelchen Hinterwäldlern verbreitet wird. Wer seine Privatsphäre durch die Kamera verletzt fühlt, der sollte sich mal angucken, wie viel so eine Knopfkamera beim Händler seiner Wahl kostet und wird merken, dass man keine 1500 Dollar Brille braucht um andere zu stalken.

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Zum Mehrwert kann man durchaus unterschiedlicher Meinung sein. Beim aktuellen App-Umfang und dem hohen Preis ist es für die meisten sicherlich nur Spielzeug und noch kein richtiges Arbeitsgerät, aber dafür ist das Explorer Programm ja auch gedacht. Das Gerät befindet sich noch in der Entwicklung und die Explorer sind die Tester. Wer sich die Google Glass jetzt zulegt, weiß worauf er sich einlässt und wird die smarte Brille auch eher als Spielzeug ansehen. Wenn jetzt jemand sagt, er möchte lieber warten, bis der Preis sinkt, dann ist das durchaus verständlich. Ich wäre durchaus bereit die 1500 Dollar zu zahlen, wenn ich sie über habe, denn ich bin echt scharf auf das Teil und wenn ich eine App benötige, die es aber noch nicht gibt, dann habe ich den Vorteil, dass ich sie mir selbst programmieren kann.

Das soll es nun auch erst einmal gewesen sein, sonst steht morgen die Stop the Cyborgs Fraktion bei mir vor der Tür und will sich mal ganz nett mit mir unterhalten. Ich könnte noch stundenlang über die Glass sprechen und über die Hater fluchen, aber man muss ja nicht alles zu Papier bringen. Ihr könnt mir jetzt auch gerne all eure Anti-Glass Argumente gegen den Kopf werfen, das wird nichts an meiner Meinung und meiner Sicht gegenüber der Glass ändern.

 

Willkommen in einem neuen Zeitalter!

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2017-07-19T10:45:34+01:00

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