Google Glass Datenschutz

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Google Glass Datenschutz Diskussion

google glassGoogle Glass steht nur Entwicklern zur Verfügung. Jedoch gibt es schon eine spaltende Diskussion über Einschränkungen und Verbote in öffentlichen Bereichen. Datenschützer sind empört. Für sie ist „Google Glass“ kein faszinierendes und innovatives Hi-Tech Produkt.

Ganz im Gegenteil-, Datenschützer sehen die Privatsphäre eines jeden Mitbürgers nicht nur bedroht, sondern komplett zerstört: „Wo führt es hin wenn jeder jeden ununterbrochen unbemerkt filmen kann?“

Fakt ist :

  • Die Kamera der Google Glass ist nur aktiv wenn man ein Video aufnimmt, genauso wie bei einem Smartphon, mit dem man auch überall ein Video machen kann. Die Brille ist nicht dafür ausgelegt Langzeitfilme zu erstellen. Sie erhitzt noch sehr schnell.
  • Google Glass übermittelt nur die Daten die auch alle Smartphones mit Andorid an Google senden.

Es ist jedoch auch kein Wunder, dass auch Personen die sonst nicht so viel Wert auf Privatsphäre legen ins Grübeln kommen. Aber können wir uns dauerhaft dagegen wehren? Ist dies nicht eine gesellschaftliche (Weiter?)-Entwicklung, die durch die „Social-Media-Hype-Welle“ in den letzten 10 Jahre entstanden ist? Durch Technik die sich immer schneller entwickelt wird auch der Datenschutz und die Ansicht der Privatsphäre sich zwangsläufig weiterentwickeln.

Google,Facebook & Co. , die ihre Dienste frei zur Verfügung stellen, sind Firmen die sich finanzieren müssen. Für Sie rentieren sich Investitionen durch massenhafte Datensammlung. Dies geschieht in sogenannten Clustern, die zehntausende Account beinhalten, welche z.B. alle an Filmen interessiert sind. Nun stellt sich die Frage: Will man für jeden Dienst wie Youtube oder Facebook monatliche für die Nutzung zahlen oder seine Interessen preisgeben? Wenn man eine Werbeanzeige von Pulp Fiction auf Blu Ray eingeblendet bekommt, dann kauft man den Film doch auch nur wenn man ihn wirklich kaufen will…

Notwendig  sind klare Gesetze, die festlegen wie Konzerne diese Cluster benutzen dürfen. Hierbei ist der Staat gefragt, der sinnvolle Gesetze zum Schutz der Privatsphäre im Internets schaffen muss.

Google Glass Benimmregeln

Google hat nun 5 „Do’s“ und 4 „Don’ts“ von Explorern für Explorer veröffentlicht damit man kein „Glasshole“ ist.

Ein kurzer Auszug davon hier:

Ask for permission. Standing alone in the corner of a room staring at people while recording them through Glass is not going to win you any friends (see Don’ts #4). The Glass camera function is no different from a cell phone so behave as you would with your phone and ask permission before taking photos or videos of others.

Auch Wasserski mit Google Glass zu fahren sei keine gute Idee.

Eine neue Ära der Mensch- Maschine-Beziehung wird anbrechen und „Google Glass“ ist nur der Anfang. Es kann zwar jeder selbst entscheiden, ob er sich ein Produkt wie Google Glass kaufen wird, jedoch wird das Ausmass der Veränderung im täglichen Leben jedem aufgezwungen. Es wird sich im Laufe des Jahres zeigen, welche öffentlichen Einrichtungen endgültige Verbote für „Google Glass“ aussprechen und in wieweit sich Datenschützer durchsetzen können.

Datenschutzbedenken, die in Europa ausgeprägter sind als in den USA, könnten Google zwingen das Produkt mehrere Jahre später auf den Markt zu bringen. Jeder kann, wenn man es will, mit seinem Handy unbemerkt andere Menschen fotografieren! Jeder kann, wenn man Stasi 2.0 spielen will, sich für 9,99 EURO!!! bei Amazon eine Spionagekamera in Form eines Schlüsselanhängers kaufen. Die Menschen, die jemanden heimlich filmen wollen sind mit diesen Geräten sicherlich besser bedient als mit der Google Glass.
Warum regt sich Deutschland über eine Brille auf, die in so vielen nützlichen Situationen euch helfen/ euer Leben retten kann? Es ist nicht die Rede von Dingen wie doppelt so schnell eine Nachricht „eintippen“ oder mit vierfacher Geschwindigkeit googeln. Die Rede ist von Ärtzen, die parallel die Herzfrequenz und andere wichtige Informationen zu ihren Patienten eingeblendet bekommen.

Jeder Nutzer der „Google Glass“ sollte sich jedoch bewusst sein was er von seinem Leben preis gibt.

In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass Google zu den größten Internetkonzernen gehört, die wissen wie man bestmöglichst Nutzerdaten sammelt und zu monetarisiert. Auf der anderen Seite ist Google aber auch ein Unternehmen, welches Nutzerdaten sehr behutsam behandelt. Die Datenschutzbestimmungen sind im Vergleich zu anderen Konzernen wie z.B. Apple sehr übersichtlich und klar formuliert. Es bleibt abzuwarten, ob Google auch die Nutzerdaten der „Google Glass“ schützen kann. Nichts verletzt die Privatsphäre mehr als ein Hacker der die gesamten Nutzerdaten eines häufigen Google Glass Trägers abfangen kann. Dies ist viel Vertrauen was man dem Internetgiganten entgegen zu bringen hat…

Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind die ersten Testberichte von unseren ausgewählten Google Glass Nutzern durchweg positiv.