Seit neustem wird auch die Autoindustrie von Augmented Reality angesprochen. Auf der Shanghai Motorshow 2015 präsentierte MINI „MINI Augmented Vision“.

Es handelt sich hierbei um eine Augmented Reality Brille, ähnlich wie die Google Glass, die für den Autofahrer wichtige Informationen wie Geschwindigkeit, Routen oder Narichten in die Realität einblendet. Das bedeutet, der Fahrer hat seine Augen immer und „nur“ auf der Straße. Head-up Displays sind daher wieder „Schnee von gestern“.

Die Brille ist mit WiFi und Bluetooth ausgestattet, somit lässt sie sich mit dem Auto und dem Smartphone verbinden. Dazu sind zwei Kameras, stereokopische HD-Displays für räumliches sehen und GPS eingebaut. Straßennamen werden dreidimensional eingeblendet, Tachoanzeige sowie Geschwindigkeitsbegrenzungen werden unten in der Mitte angezeigt. Wenn der Fahrer eine Naricht bekommt, kann er sich nur entscheiden, ob er diese ignoriert oder nur sich anhört.

Zum einen ist es eine „normale“ AR-Brille, zum anderen verlinkt sie sich wie gesagt mit dem Auto. Und hier wird es interessant :

Das Konzeptauto von MINI hatte ebenfalls Kameras an der Karosserie angebaut. Die Brille hat somit zugriff auf die Bilder, die die Kameras aufnimmt. Möchte man nun einparken, kann man die Live-Aufnahmen der Kamera von innen sehen, als könnte man durch die Karosserie schauen. Das ist extrem hilfreich beim Einparken oder um Menschen oder kleine Objekte zu sehen, wie Kinder, Tiere oder größere Objekte, die sich hinter der Tür befinden.

Das Ganze ist dennoch nur ein Konzept für Autofahren in der Zukunft. MINI hat laut aktuellen Angaben nicht vor, die Brille als eigenes Gerät zu vermarkten. Es ist aber eine App denkbar, die genau das für den Fahrer macht, aber die Hardware von schon existierenden AR-Brillen nutzt, wie eben Google Glass.

Technische Daten der MINI AR-Brille

Prozessor: Qualcomm Snapdragon 805

Rechenleistung: 2,3 GHz/ Rechenkern

Arbeitsspeicher: 2GB

Displayauflösung: 1280 x 720 Pixel (16:9 Format) – LCoS Display

Stereokopische Darstellung (3D)

Betriebssystem: Android 4.4

5MP Kameras

Unser Fazit:

Die Idee mit dem „Röntgenblick“ ist einfach genial und erspart als Autofahrer viel Zeit und Nerven. Wenn Datenbrillen dann in ein paar Jahren tatsächlich in der Öffentlichkeit massenhaft genutz werden, wird sich eine solche App mit der Fähigkeit sicherlich rentieren. Einzige Frage ist: Wie macht man das mit den Kameras am Auto?